Darunter auch die unbequemen: was noch fehlt, und was Lunesa kostet.
Was ist Lunesa?+
Lunesa ist eine Praxisverwaltungssoftware für Heilmittelerbringer in Deutschland – Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und Podologie. Sie verbindet Terminkalender, Patienten- und Verordnungsverwaltung, Online-Terminbuchung für Patienten und die GKV-Abrechnung nach § 302 SGB V in einer Webanwendung mit Hosting in Deutschland.
Für welche Berufsgruppen ist Lunesa gedacht?+
Für Heilmittelerbringer in Deutschland: Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und Podologie. Der Schwerpunkt der Entwicklung liegt auf der Physiotherapie, weil dort die Abrechnung nach § 302 SGB V am anspruchsvollsten ist.
Können Patienten ihre Termine selbst buchen?+
Ja. Patienten öffnen einen Link, sehen die freien Zeiten ihrer Therapeutin oder ihres Therapeuten und legen die gesamte Terminserie einer Verordnung selbst an – ohne Konto und ohne Passwort. Wer eine Verordnung über zwölf Einheiten hat, vereinbart also zwölf Termine in einem Vorgang statt am Telefon.
Was passiert bei einem abgesagten Termin?+
Die Warteliste besetzt ihn automatisch nach. Wird ein Platz frei, geht er mit einer Frist an die passende Person auf der Warteliste; wird er nicht angenommen, rückt die nächste nach. Niemand muss dafür telefonieren.
Rechnet Lunesa nach § 302 SGB V mit den Krankenkassen ab?+
Die Abrechnung entsteht laufend: Jede abgeschlossene Behandlung wird zur Abrechnungsposition, am Monatsende steht die Sammelrechnung je Krankenkasse bereit, und fehlende Pflichtangaben meldet die Software gesammelt, bevor die Datei das Haus verlässt. Die Datei nach der Technischen Anlage ist gebaut; der Praxistest steht noch aus.
Kann eine Verordnung per Barcode eingelesen werden?+
Ja. Verordnungen aus der Blankoformularbedruckung tragen einen Barcode, der die Verordnungsdaten enthält. Lunesa liest ihn per USB-Handscanner oder mit der Kamera eines Mobilgeräts ein und füllt das Formular vor. Verordnungen ohne Barcode werden weiter von Hand erfasst.
Wo liegen die Daten?+
In Deutschland. Anwendung und Mailversand laufen in Nürnberg, die Datenbank in Frankfurt am Main. Da es sich um Gesundheitsdaten nach Artikel 9 DSGVO handelt, ist der Ort der Verarbeitung keine Nebensache.
Wie werden die Daten mehrerer Praxen voneinander getrennt?+
Auf Ebene der Datenbank. Jede Praxis sieht ausschließlich ihre eigenen Daten, und diese Grenze setzt die Datenbank selbst durch – nicht erst die Anwendung davor. Ein Programmierfehler in der Oberfläche kann sie deshalb nicht aushebeln.
Unterstützt Lunesa die Telematikinfrastruktur, KIM und die elektronische Verordnung?+
Noch nicht. TI, KIM und die elektronische Verordnung sind vorbereitet, aber ohne Anbindung an die gematik-Umgebung. Sie stehen auf der Seite ausdrücklich unter „in Vorbereitung" und nicht unter den fertigen Funktionen.
Was kostet Lunesa?+
Es gibt noch keinen veröffentlichten Preis. Lunesa ist in Entwicklung und noch nicht buchbar; ein Preis wird erst genannt, wenn das Produkt tatsächlich bestellbar ist. Wer den Stand mitverfolgen möchte, kann sich an kontakt@lunesa.de wenden.
Lassen sich Daten aus einer bisherigen Praxissoftware übernehmen?+
Das ist vorgesehen. Ein geführter Import für Patienten, Verordnungen und Termine gehört zum Vorhaben, weil der Wechsel der Praxissoftware meist genau an den Altdaten scheitert.
Kann Lunesa mehrere Standorte verwalten?+
Ja. Wer zwei oder mehr Praxen führt, wechselt zwischen ihnen, ohne sich neu anzumelden. Abwesenheiten des Personals bleiben dabei über alle Standorte hinweg sichtbar.